Fr. 15.09.2017 | 20:00 Uhr | Reformierte Kirche | Iserlohn

Reformierte Kirche | Wermingserstr. 9 I 58636 Iserlohn
Karten: AK15 €
Kartenreservierung unter: booking@kulturverein-westfalen.de
Ermöglicht durch die Ulrich-Thiele-Stiftung
Veranstalter: Kulturverein Westfalen e.V.

Einen Abend gefüllt mit lateinamerikanische Rhythmen, emotionalem Tiefgang und Crossover-Jazz im Kammermusiksound – virtuos und mitreißend präsentiert von vier exzellenten Musikern, das erwartet die Zuhörer bei diesem Konzert. 

BRASIL ANTIGO
Stefan Koschitzki (Klarinette/Flöte) & Fabiano Pereira (Gitarre)

Ein brasilianisches Sprichwort sagt: ” Halte Dich an die Guten und Du wirst einer der ihren sein.“ Auf der Suche nach Inspiration stießen die beiden Ausnahmemusiker Stefan Koschitzki und Fabiano Pereira während ihres Studiums auf den brasilianischen Musikstil Choro, der nach seiner Geburt in den 1870er Jahren von Rio de Janeiro aus die Salons und Bars Brasiliens erobert hatte.

Ohne Tondokumente und lediglich durch Noten und orale Tradition überliefert bildete sich schon in dieser Zeit ein populärer Musikstil, der bis heute nachwirkt. Die Guten dieser Zeit waren Musiker wie Pixinguinha (1897 -1973), Luiz Americano (1900 – 1960), Jacob do Bandolim (1918 – 1969) oder Waldir Azevedo (1923 – 1980), in deren Tradition das deutsche Duo die traditionellen Klänge neu aufleben lässt.

Das Programm „Brasil Antigo“ lädt zum gemeinsamen Entdecken dieser zwischenzeitlich verlorenen Musik ein. Auch wenn Choro mit „Weinende Musik“ übersetzt werden kann, ist es doch das positive brasilianische Lebensgefühl, das aus den Kompositionen des Duos herausklingt. Im Zusammenspiel zwischen Gitarre und Klarinette / Flöte findet sich der für die brasilianische Musik typische Dialog von Virtuosität und Melancholie.

Die Besucher erwartet ein Konzert mit internationalem Flair und von einer großen Leichtigkeit. Nie war es so einfach, an musikalischer Historie Freude zu empfinden.

Two for the Road – Latin America
Uli Bär (Kontrabass) & Felix Krampen (Gitarre)

Romantischer, zeitgemäßer, kammermusikalischer Jazz, der offen ist für Berührungen mit klassischer Musik, Folk und Pop – innovativ, klangverliebt und experimentierfreudig.

Vielfarbig ist der swingende Dialog zwischen Uli Bär am Kontrabass und Felix Krampen an der Gitarre. In ihren Konzerten geht es um Sommer, Sonne und Samba. Da treffen die Beatles auf Bach und Musik des Jazz-Gitarristen Pat Metheny auf eine Ballade des Südamerikaners Egberto Gismonti. Die kleine Eisenbahn von Villa-Lobos führt zu Bär´s Tango unter dem Hochofen, womit auch das Ruhrgebiet vertreten ist. Die Arrangements aller Stücke haben die beiden Musiker selbst geschrieben.

Mit der „Fantasia Frenetica Op. 161“ hat ihnen der brasilianische Komponist Jaime Zenamon eines der wenigen Originalwerke für Kontrabass und Gitarre gewidmet.

„Latin America“, so heißt das Programm, das die beiden auch auf einer CD veröffentlicht haben. Mit viel musikalischer Reiselust beschreiten die beiden unbekannte Wege, immer auf der Suche nach neuen Horizonten.

Uli Bär und Felix Krampen kennen sich schon seit Teenager-Zeiten, haben gemeinsam in Dortmund Musik studiert und sind bestens aufeinander eingespielt. Als Duo „Two for the Road“ sind sie seit mehreren Jahren unterwegs.

Beide Ensembles werden an diesem Abend ein Werk des Bergkamener Gitarristen und Komponisten Buck Wolters interpretieren.